Methoden

TRE®  – Tension & Trauma Releasing Exercises

Belastende und traumatische Ereignisse führen oft zu ungesunden Spannungsmustern im Körper. Unser Organismus speichert diese Ereignisse. TRE® ist eine Möglichkeit, die Symptome auf der physischen Ebene zu lindern oder sogar aufzulösen.

  • Die Übungen sind empfehlenswert, um den alltäglichen Stress abzubauen. Sie dienen damit der Burnout-Prophylaxe.
  • Sie können eine natürliche Vorbeugung gegen Symptome Posttraumatischer Belastungsstörungen sein und auch zu ihrer Milderung genutzt werden.
  • Sie helfen, dem Körper ein Gefühl von Sicherheit wiederzugeben.
  • Sie können unter bestimmten Umständen eine Alternative zu einer psychologischen Begleitung sein und/oder diese ergänzen.
  • Sie können zur einfachen Vorsorge oder als Bestandteil des Heilungsprozesses in ein tägliches, auf Körperarbeit beruhendes Übungsprogramm integriert werden.

Ein Blick in die Natur

Tiere in der Wildnis nutzen nach einem traumatischen Ereignis einen angeborenen Mechanismus neurogenen Zitterns, der dann, wenn das Ereignis vorbei ist, die hohe biochemische und neuromuskuläre Ladung aus dem Körper abführt und damit Erholung und Entspannung fördert. Wird eine Gazelle von einem Löwen angegriffen und schafft es zu entkommen, zittert ihr ganzer Körper, sobald sie in Sicherheit ist, bis er die überschüssige Energie ausgeschüttelt hat. Dann wird sie zur Herde zurückkehren und am Wasserloch trinken, als sei nichts geschehen.

Auch wir Menschen verfügen über diesen Selbstheilungsmechanismus des neurogenen Zitterns.

In unserer Kultur wird mit Zittern jedoch meist Schwäche und Kontrollverlust verbunden. Darum lassen wir dieses Zittern nicht zu, damit es nicht so aussieht, als wären wir schwach oder hätten Angst.

Das führt dazu, dass wir immer mehr Spannung und Ladung ansammeln und chronische Spannungsmuster entwickeln.

Mit den Trauma-Entspannungsübungen (TRE®) geben wir unserem Körper wieder die Möglichkeit, seinen Selbstheilungsmechanismus einzusetzen. Mit einer Reihe einfacher Übungen werden bestimmte Muskelgruppen im ganzen Körper gedehnt und angespannt, also „in Stress versetzt“. Darauf reagiert der Körper mit dem sogenannten neurogenen Zittern, durch das Muster von tiefer und chronischer Spannung gelöst werden, die immer noch im Körper gehalten werden.

Begleitet und unterstützt von mir lernen Sie, diesen körpereigenen Heilungsprozess selbst in Gang zu setzen und Ihrem Körper zu vertrauen.

EMDR

EMDR („Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ – Desensibilisierung und Neubearbeitung durch Augenbewegungen), wurden von der klinischen Psychologin Dr. Francine Shapiro in Kalifornien entwickelt. Seit Mitte der 90er Jahre wird EMDR erfolgreich bei der Bearbeitung von posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt. EMDR arbeitet mit bilateraler (beidseitiger) Stimulation der beiden Gehirnhälften, primär über Augenbewegungen, inzwischen aber auch durch die Stimulation anderer Sinnesorgane (z.B. taktil, auditiv). Damit wird im Gehirn ein komplexer Verarbeitungsprozess in Gang gesetzt.

EMDR als Technik lässt sich gut in den gestalt- oder traumatherapeutischen Prozess integrieren. Auch kann EMDR in den Bereichen Training, Beratung und Coaching angewandt werden.

EMDR führt bei der Bearbeitung belastender Ereignisse in vielen Fällen relativ rasch zu spürbaren Veränderungen – sei es auf kognitiver, emotionaler oder auch körperlicher Ebene. Bei komplexen und mehrfachen Traumatisierungen dauert der Prozess natürlich länger.

Hypnose

Hypnose ist neben dem Wachzustand und dem Schlaf ein dritter Bewusstseinszustand. Einerseits befinden Sie sich in einem Zustand der tiefen Entspannung, andererseits ist Ihr Bewusstsein aber durchaus anwesend.

Hypnose ist ein suggestives Verfahren, mit dem man das Unterbewusstsein direkt ansprechen kann. Unter Hypnose ist das Tor zu Ihrem Unterbewusstsein geöffnet. Dadurch sind Sie aufnahmefähiger, Ihre Lernfähigkeit ist gesteigert, Sie sind zugänglich und offen für Neues.

In einem therapeutischen Prozess kann Hypnose sehr unterstützend wirken. Mittels Hypnose können Sie in einen Zustand tiefer Entspannung kommen, kann Erarbeitetes verankert werden und Unterbewusstes bewusst gemacht werden. Auch in der Traumatherapie werden hypnotherapeutische Elemente zur Ressourcenarbeit eingesetzt.

© 2019 Sibylle Wacker – Gestalttherapie, Traumatherapie und Coaching